Henning Mankell
Allgemein

Wir trauern um Henning Mankell

Henning wird uns und mir als Freund, Gesprächspartner, Berater und Begleiter des Operndorfes und darüber hinaus so sehr fehlen. Ich wünsche seiner Frau Eva und seiner Familie in Maputo viel Kraft. Henning schrieb einmal: „Meine Zeit zwischen Afrika und Europa aufzuteilen, hat mir Perspektiven und Distanz geschenkt, und ich glaube, es hat mich zu einem besseren Europäer gemacht“ Wir trauern um einen Freund. (Aino Laberenz)

Standard
Allgemein

2013 – Ein Blick zurück nach vorn

Foto: Ines Kampaore

Die Fortentwicklung des „Operndorf Afrika“ stand auch im zu Ende gehenden Jahr unter den Prämissen „Weiterbau und Nachhaltigkeit“. So sind die Arbeiten an dem in Kooperation mit Grünhelme e.V. entstandenen Bau der Krankenstation, dem Herzstück der zweiten Bauphase, nun fast abgeschlossen. Letzte Außenarbeiten werden in den kommenden Wochen bewerkstelligt. Viel wesentlicher ist jedoch, dass das Stationspersonal, MedizinerInnen und PflegerInnen, von der burkinischen Regierung eingestellt und vergütet wird. Wohnmodule zur Unterbringung des Personals befinden sich momentan im Bau. Medizinische Apparaturen und Mobiliar konnten Dank der Förderung durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) eingekauft werden. Die Einrichtung der Räumlichkeiten findet zur Zeit statt.

Die Krankenstation umfasst eine Ambulanz, eine Geburtenstation, eine Apotheke sowie eine Zahnarztpraxis. Letztere stellt durchaus eine Besonderheit dar, weil Burkina Faso, über allgemeinmedizinische Versorgungslücken hinaus, einen massiven Mangel an Zahnärzten beklagt. Die Gesundheit der Zähne ist schon bei Kindern häufig eingeschränkt. Ein Hauptanliegen der Praxis wird deshalb die Gesundheitsvorsorge und Vermittlung von Dentalhygiene sein. Außerdem bietet die Geburtenstation werdenden und jungen Eltern Schulungen zur Früherkennung von Krankheiten, zur Ernährung und Malariaprophylaxe an. Der reguläre Betrieb wird voraussichtlich Ende März/Anfang April 2014 beginnen, ein Termin, dem, um im Bild zu bleiben, wirklich alle entgegen-„fiebern“.

Ebenfalls im Operndorf eingetroffen ist die sehnlich erwartete Solaranlage, an deren Kosten sich ganz maßgeblich der hessische Energieversorger ENTEGA beteiligt hat. Mit der Installation der Anlage auf dem Dach der Krankenstation kann Anfang Januar begonnen werden. Die Solaranlage kann einen großen Teil der zur medizinischen Versorgung notwendigen Energie abdecken.

Wir bedanken uns ganz besonders herzlich beim BMZ, Grünhelme e.V. unter der Leitung von Rupert Neudeck und ENTEGA für die in 2013 geleistete Unterstützung!

Unser Newsletter-Archiv informiert Sie detailliert über die Weiterentwicklung im Operndorf in 2013!

WIR DANKEN ALLEN FREUNDEN, SPENDERN UND UNTERSTÜTZERN DES „OPERNDORF AFRIKA“ UND WÜNSCHEN EIN FROHES WEIHNACHTSFEST UND EIN GLÜCKLICHES UND GESUNDES NEUES JAHR!

Foto: Ines Kampaore, 2013

Standard
Allgemein

Schlingensief in Timbuktu. Operndorf Afrika präsentiert Festival au Désert

Mit Orchestre Amanar de Kidal, Khaïra Arby, Nneka, Kante. DJ: Awesome Tapes from Africa

Das Festival au Désert ist ein jährliches Musik-Festival, das seit 2001 im Norden Malis stattfindet. Es präsentiert die Musik der Tuareg und der Malier, genauso wie Künstler aus den Nachbarstaaten und internationale Gäste. Das Festival hat sich zu einem der größten in Afrika entwickelt: Inmitten der Sahara kommen während der Festivaltage Musiker und andere Künstler, Nomaden, Mäzene und Händler mit Besuchern und Touristen zusammen. 2013 bekam das Festival für die Verdienste um die Freiheit der Musik den „Freemuse Award“ verliehen. Mitbegründer und Festivalleiter Manny Ansar hat den Preis in Genf entgegengenommen.

Nach den politischen und militärischen Auseinandersetzungen in Nord-Mali rückte das Festival in den vergangenen Jahren immer näher an die vermeintlich sicherere Stadt Timbuktu heran. Die 13. Auflage des Festivals wurde, wiederum aus Sicherheitsgründen, nun nach Burkina Faso verlegt – in Christoph Schlingensiefs Operndorf, nahe der burkinischen Hauptstadt Ouagadougou. Flankiert wird das Festival, das Ende Januar 2014 stattfindet, durch eine dreitägige Veranstaltung in Berlin, deren Hauptprogrammpunkt ein gemeinsames Konzert afrikanischer und europäischer Künstler in der Volksbühne ist.

Die Band Amanar und die Sängerin Khaïra Arby sind als Malier direkt von der Situation in ihrem Heimatland betroffen. Die Mitglieder Amanars mussten aus ihrer in Nord-Mali gelegenen Heimatstadt Kidal fliehen und leben nun im ruhigeren Süden des Landes oder in Algerien. In Kidal gehören Amanar, die in der Volksbühne als Orchestre Amanar de Kidal auftreten, zu einer Reihe von Bands, die „Desert Blues“ spielen, eine Musikrichtung, die aus der traditionellen malischen Musik, die wesentlich auf der „Tuareg Guitar“ basiert, und modernen Einflüssen erwachsen ist.

Khaïra Arby wird nicht ganz zu Unrecht als die „Queen of Desert Blues“ bezeichnet. Sie gehört zweifelsfrei zu den bekanntesten Stimmen ihres Landes. Zum Instrumentarium ihrer Band gehören neben Gitarre, Schlagzeug und Bass traditionelle Malische Instrumente wie die Gitarren-ähnliche Ngoni, die Calabash – ein aus dem Flaschenkürbis („Calabash“) hergestelltes Schlag-Instrument – oder eine traditionelle Violinen-Art. Inhaltlich treten sowohl Amanar als auch Arby für ein geeintes, ethnisch vielfältiges Mali ein, das dem offenen Geist eines Landes mit wichtigen Handelswegen entspricht. So gilt gerade die Musik-Szene der Oasenstadt Timbuktu als experimentierfreudig und avantgardistisch. Die Stadt gilt als Zentrum des Transsaharahandels und liegt in unmittelbarer Nähe des nördlichsten Punktes im Flusslauf des für die Region eminent wichtigen Nigers.

Die in Hamburg lebende Hip Hop- und Soul-Sängerin Nneka, Tochter einer Deutschen und eines Nigerianers, repräsentiert die – nennen wir es etwas ungelenk – „westliche“ Popmusik mit deutlichen, in ihrem Fall besonders wahrnehmbaren Wurzeln im Afrikanischen: 2013 spielte sie auf dem New Yorker „Africa Now!“-Festival, zuvor lud sie das Goethe-Institut bereits zu Auftritten in Kenia, Tansania, Ruanda und Uganda ein. Nneka lebte zudem bis zu ihrem 18. Lebensjahr in Nigeria – mit ihr spielt eine Künstlerin mit besonderer Sensibilität für Stimmungen und Probleme Afrikas bei diesem „Festival en Exil“.

Komplettiert wird das Line-Up von Kante. Die Band um Peter Thiessen ist mittlerweile nicht nur feste Größe in der deutschen Musiklandschaft – durch ihre Kooperationen mit der Regisseurin Friederike Heller sind sie auch aus dem deutschsprachigen Theaterbetrieb nicht mehr wegzudenken. Am Wiener Burgtheater, in Frankfurt, Dresden und Berlin waren sie bereits integraler Bestandteil von Theater-Inszenierungen. Sonst waren Kante nur noch selten auf der Bühne zu erleben. Nun haben sie es im vergangenen August endlich wieder einmal ins Tonstudio geschafft, wo sie sich improvisatorisch mit Modularsystemen und African Percussion auseinandergesetzt haben. Nicht zuletzt der Sound von Touareg-Bands wie Tinariwen war hierfür eine wichtige Inspirationsquelle. Doch auch darüberhinaus waren afrikanische und afroamerikanische Musik schon immer ein starker Bezugspunkt in der Musik von Kante. Am 10. Januar werden sie dies, unterstützt von zwei Bläsern und im passenden Rahmen der Veranstaltung, mit bekannten und ganz neuen Stücken, einmal mehr unter Beweis stellen.

Fr 10.01. 20:00 Großes Haus, Volksbühne
mit Orchestre Amanar de Kidal, Khaïra Arby, Nneka, Kante

Tickets: https://ticket.volksbuehne-berlin.de

pm_logos_wp

Festival au Désert im Exil

Standard
Allgemein

Das Operndorf braucht Verstärkung

Das Berliner Büro des Operndorf Afrika sucht ab sofort Praktikanten zur Verstärkung unseres Teams.

Unser 3-köpfiges Team im Berliner Büro sucht Verstärkung bei der Vorbereitung von zwei Veranstaltungen: einem mehrtägigen Event mit Paneldiskussion, Filmvorführung und Konzert sowie einer Benefiz-Auktion zugunsten des Projektes in Berlin im Januar 2014.

Praktikanten erhalten bei uns Einblick in alle wichtigen Arbeitsbereiche einer in Afrika engagierten gemeinützigen Organisation mit Schwerpunkt auf interkulturellem Austausch und Kulturarbeit. Die Praktika sind angelegt auf die Dauer von mindestens 2 Monaten.

Sie interessieren sich für das Projekt Operndorf Afrika, sind neugierig, arbeiten gerne im Team und haben Organisationstalent?
Dann freuen wir uns auf Ihre Bewerbung! Bitte schreiben Sie uns, was Sie an einer Mitarbeit bei uns interessiert, welche Arbeitserfahrungen und Qualifikationen Sie bei uns einbringen wollen. Schicken Sie Ihre Schreiben mit einem kurzen Lebenslauf bitte an: festspielhaus@schlingensief.com

Standard
Allgemein

Im Exil: Festival au Désert kommt von Timbuktu nach Berlin

Vom 8. bis 10. Januar 2014 gastiert das „IM EXIL: Festival au Désert“, auf Einladung von Christoph Schlingensiefs Operndorf Afrika und der Stiftung Partnerschaft mit Afrika e.V. erstmals in Deutschland mit Film, Diskurs und großem Konzert.

Festival au Désert en Exile

Bedingt durch die politischen Unruhen und die schwierige Sicherheitslage in Mali konnte die diesjährige 13. Ausgabe des Festival au Désert – mittlerweile eines der größten und bedeutendsten Musikfestivals in Westafrika mit rund 5000 Besuchern – nicht mehr in Timbuktu stattfinden. Nun gastieren die Musiker der Tuareg-Nomaden mit ihrem Festival im Exil an unterschiedlichen Orten in Westafrika. Seit dem 16./17. November 2013 zieht die „Karawane des Friedens“ von Marokko bis Burkina Faso. Dabei verstehen sich die Musiker als Förderer des friedlichen Austauschs zwischen den Völkern, bieten ein Forum der westafrikanischen Musikkulturen und dienen als deren Fenster zur Welt.

Für die Stiftung Partnerschaft mit Afrika e.V. ist der Gastauftritt des Festivals in Berlin eine Chance, um afrikanische und deutsche Klangwelten sowie Künstler miteinander zu verbinden. Der Abschluss des Festivals wird Ende Januar 2014 in Christopf Schlingensiefs Operndorf Afrika in Burkina Faso erwartet.

„Unser kulturelles Erbe, das uns verbindet, wird immer stärker sein, als die Kräfte, die versuchen uns zum Schweigen zu bringen. Niemand wird es schaffen unsere Kultur zu teilen, wir werden unsere Ziele der Toleranz und Pluralität nicht aufgeben und hoffen wieder nach Timbuktu zurückkehren zu können. Wir freuen uns sehr, im Januar mit den Festivalgruppen Orchestre Amanar de Kidal und Khaira Arby nach Berlin zu kommen und die Musik der Tuareg-Nomaden und die Idee des Festivals in Berlin und Deutschland vorzustellen“, so Festivalleiter Manny Ansar, der erst vor kurzem mit dem Freemuse Award für seine Arbeit ausgezeichnet wurde.

Für Aino Laberenz, Geschäftsführerin des Operndorfes, erfüllt sich mit den Berliner Auftritten eine Vision: „Es war Christoph ein wahnsinniges Anliegen, afrikanischer Gegenwartskunst in Deutschland eine Plattform zu geben – als er die Operndorf Idee 2009 konzipierte war er im Gespräch mit deutschen Fernsehsendern und Theaterhäusern die Sendeplätze und Bühnen frei zu machen für Bilder aus Afrika, die von Afrikanern gemacht sind. Insofern macht es mich besonders stolz, dass die Volksbühne, die Akademie der Künste und das Babylon Kino nun drei Jahre nach seinem Tod ein Versprechen einlösen, die großen Bühnen frei machen und uns gegenwärtige Musikkultur aus Afrika präsentieren lassen. Das Festival au Désert im Operndorf in Burkina und in Berlin zu empfangen ist für uns eine einmalige Chance zu zeigen, dass die Operndorf Idee eingelöst wird, und es als freier Ort der Kunst international wahrgenommen wird.“

„Kunst und Kultur beeinflussen und prägen gesellschaftliche Wahrnehmungen auf vielfältige Weise“, so Dr. Katja Böhler, 1. Vorstandsvorsitzende der Stiftung Partnerschaft mit Afrika e.V. (SPA e.V.). „Deswegen haben kreative Begegnungen zwischen Künstlern aus Afrika und Deutschland für die SPA e.V. einen hohen Stellenwert. Die Musik hat zudem eine weit über die Grenzen hinausgehende verbindende Kraft, Menschen miteinander in Beziehung zu setzen. Einander kennenlernen und erfahren, dass Menschen in Deutschland und in den Staaten Afrikas trotz der räumlichen Entfernung ähnliche Wünsche, Träume und Hoffnungen haben, das ist ein Anliegen von SPA e.V. Vom berühmten Geiger Yehudi Menuhin  ist folgendes Zitat überliefert: ‚Die Musik spricht für sich allein. Vorausgesetzt, wir geben ihr eine Chance.‘ In diesem Sinne wünsche ich den Musikern des „Festival au Désert“ und den deutschen Künstlern einen inspirierenden musikalischen Austausch.“

Die dreitägige Berliner Veranstaltung möchte einen partnerschaftlichen musikalischen Austausch und deutsch-afrikanische Gegenwartsdiskurse in Deutschland ermöglichen.

 

Programm:

 08.01.2014
Kino Babylon Rosa-Luxemburg-Platz

19.45 Uhr
Kinovorführung: ‚Woodstock in Timbuktu’
Regie: Désirée von Trotha Deutschland 2013

Anschließendes Filmgespräch mit Désirée von Trotha (Filmemacherin), Manny Ansar (Leiter des Festival au Désert), Ahmed Ag Kaedi (Musiker Orchestre Amanar de Kidal) und Aino Laberenz (Operndorf Afrika) Moderation: Jan Lerch  www.woodstockintimbuktu.de

 

09.01.2014
Akademie der Künste am Pariser Platz

16-18 Uhr
Deutsch-afrikanische Klangwelten –  ein Workshop mit malischen und deutschen Musikern
Teilnahme nur auf Anmeldung

18 Uhr
Publikumsgespräch

19 Uhr
Podiumsdiskussion zum Thema
„Jenseits von Klischees? Warum deutsch-afrikanischer Kulturdialog mehr bedeutet als Singen, Trommeln und Tanzen.“

Im Rahmenprogramm Filmprojektionen von Kurzfilmen in Kooperation mit Afrikamera

 

10.01.2014
Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz

20 Uhr
„Schlingensief in Timbuktu“ Konzertveranstaltung mit Orchestre Amanar de Kidal, Khaira Arby, sowie der Sängerin Nneka mit Band & der Hamburger Gruppe Kante

ab 23 Uhr
Abschlußparty im Roten Salon mit ‚Awesome Tapes from Africa’

Tickets hier erhältlich:
http://ticket.volksbuehne-berlin.de

 

 

Weitere Informationen finden Sie unter:

Festival au Désert
www.festival-au-desert.org

Operndorf Afrika
www.operndorf-afrika.de

Stiftung Partnerschaft mit Afrika e.V.
www.german-african-partnership.org/de/

logos_unten

 

 

Mit freundlicher Unterstützung durch

Unterstützer

Standard
05_Rosine_Roamba_Wennemi
Allgemein

„Mein Zuhause * Mam Zaka. 24 Fenster nach Burkina“ – Der virtuelle „Operndorf“-Weihnachtskalender

Mit Beginn der Adventszeit präsentieren wir Ihnen auf unserer Homepage sowie auf unserer Facebook-Seite den „Operndorf“-Weihnachtskalender. Bis zum 24. Dezember öffnet sich jeden Tag ein Fenster nach Burkina Faso, das uns die Welt der Kinder im „Operndorf Afrika“ zeigt – und zwar aus ihrer eigenen Perspektive!

Im Weihnachtskalender finden Sie 24 besondere Fotografien, die im Frühjahr 2013 im Rahmen des Workshops „Mach Dir ein Bild“ vor Ort entstanden sind. Die Fotografin und Künstlerin Marie Köhler, die den Workshop leitete, hat während ihrer Zeit im Operndorf zudem Zitate gesammelt, mit denen die jungen Fotokünstler ihre Aufnahmen selbst kommentiert haben. Bilder und Zitate gemeinsam erzählen Geschichten aus ihrem Leben – und bieten einen kleinen Sprachkurs in der Stammessprache der „Operndorf“-Schulkinder, Móoré.

Unter http://meinzuhause.operndorf-afrika.de haben Sie die Möglichkeit, Abzüge der Fotografien aus dem Workshop „mach dir ein Bild“ zu bestellen! Der Erlös aus dem Verkauf der Fotos geht an das „Operndorf Afrika“! Ein außergewöhnliches Weihnachtsgeschenk für Sie und Ihre Liebsten – eine große Hilfe für das „Operndorf“!

Den virtuellen Weihnachtskalender öffnen Sie hier: http://meinzuhause.operndorf-afrika.de

Standard
Allgemein

„Mach dir ein Bild“ – Ausgewählte Fotografien aus dem „Operndorf“-Workshop ab 4.12. erstmals in Deutschland

Ab Mittwoch, 04.12.2013, werden Fotografien des „Operndorf“-Workshops „Mach dir ein Bild“ zum ersten Mal in Deutschland präsentiert. Marie Köhler, Herner Fotografin aus Herne, war Anfang 2013 nach Burkina Faso gereist, um in einem auf vier Monate angelegten Fotokurs den persönlichen und unverklärten Blick der „Operndorf“-Kinder auf Kleinbild zu bannen. Die Ergebnisse waren erstaunlich und sind nach wie vor beeindruckend. Der zum Workshop erschienene Fotoband hat sich mittlerweile zu einem echten Verkaufsschlager entwickelt, die Reaktionen waren einhellig: endlich Bilder aus Afrika, aus der Sicht derer, die sie abbilden!

Anlässlich der Ausstellungseröffnung am 4. Dezember findet eine Gesprächsrunde statt, die sich befassen wird mit aktuellen Tendenzen in der afrikanischen Kunst, dem westlichen Blick auf afrikanische Bildwelten und dem unverstellten Blick auf das Alltagsleben im „Operndorf Afrika“. Gesprächsteilnehmer sind Aino Laberenz, Silke Hohmann, Christiane Kuhlmann, Dirk Gebhardt und die Projektautorin Marie Köhler.

Mach Dir ein Bild, Fotoarbeiten der Kinder aus Schlingensiefs Operndorf Afrika

04.12.2013, Pauly Saal Berlin, Auguststraße 11, 10117 Berlin
19:00 Uhr Gesprächsrunde
20:00 Uhr Eröffnung und Umtrunk


Faycal Abdoul Tabsoba

Foto: Faycal Abdoul Tabsoba

Standard
Allgemein

Filmvorführung und Diskussion „Knistern der Zeit“ in den KW Berlin

„Knistern der Zeit – Christoph Schlingensief und sein Operndorf“

5.12.2013, 20 Uhr im Club 69, KW Kunst-Werke Berlin, Auguststraße 69, 10117 Berlin

KNISTERN DER ZEIT – CHRISTOPH SCHLINGENSIEF UND SEIN OPERNDORF
CRACKLE OF TIME – CHRISTOPH SCHLINGENSIEF AND HIS OPERA VILLAGE IN BURKINA FASO
Regie | Director: Sibylle Dahrendorf, D 2012, 106‘, HD, Farbe | color

Mit einer Einführung von Sybille Dahrendorf / With an introduction by Sibylle Dahrendorf

 

Knistern der Zeit

Standard
Allgemein

Die Festspielhaus Afrika gGmbH bittet um Spenden auf betterplace.org

Die Festspielhaus Afrika gGmbH und das „Operndorf Afrika“ sind ganz aktuell mit zwei Hilfsaufrufen auf der Spendenplattform betterplace.org vertreten. Dabei geht es um die Finanzierung der laufenden Kosten zweier Eckpfeiler des Projekts: das monatliche Kulturprogramm und das erweiterte Unterrichtsangebot der Grundschule. Beide werden von unserem hauptamtlichen Mitarbeiter Mahamoudou Nacanabo kuratiert, letzteres gemeinsam mit den Lehrern der mittlerweile drei Schulklassen.

Seit seiner ersten Durchführung im Oktober 2012 hat sich das Kulturprogramm über die Dorfgrenzen hinweg zu einer festen Veranstaltungsgröße entwickelt. Es werden Theatergastspiele und Musikkonzerte angeboten, Filmvorführungen, Lesungen und Podiumsdiskussionen. Mitarbeiter und Dorfbewohner werden in einer regelmäßigen Veranstaltungsreihe über den Fortgang der Bauarbeiten und die Angebote des Kulturprogramms informiert. Gemäß unserer Kalkulation betragen die laufenden Kosten für das Kulturprogramm durchschnittlich ca. 700 Euro pro Monat. Darin enthalten sind je nach Programmpunkten Gastspiel- und Lesungshonorare, Löhne für Aufbau- und Abendpersonal, Verleihgebühren (z.B. für Filme), aber auch reguläre Unkosten wie der Druck von Ankündigungen oder Stromgebühren. Die laufenden Kosten beinhalten außerdem Nacanabos monatliche Entlohnung iHv 250 Euro für seine Arbeit am Kulturprogramm.

Die „Operndorf“-Grundschule ist im Oktober 2013 in ihr drittes Unterrichtsjahr gestartet. In drei Klassen werden aktuell 150 Schülerinnen und Schüler unterrichtet. An der Verpflegung der Schulkinder während der Schulzeiten sind die Eltern aktiv beteiligt. Sie stellen z.B. selbst erwirtschaftete Nahrungsmittel zur Verfügung oder übernehmen die Zubereitung der Pausenmahlzeiten – nur eines von vielen Beispielen dafür, wie sehr sich die Menschen vor Ort mit dem Projekt „Operndorf Afrika“ identifizieren und einbringen.

Neben den regulären Schulfächern (Rechnen, Schreiben, Lesen) bietet die Grundschule den Kindern ein umfangreiches Kreativangebot. In Abstimmung mit dem burkinischen Künstlerbeirat des „Operndorfs“ wird es von  Nacanabo und den Lehrern gestaltet. Über den Kunst- und Musikunterricht hinaus gibt es Gesangsunterricht, eine Theatergruppe und eine Filmklasse. Sie sollen den Kindern helfen, ihre kreativen Potenziale kennenzulernen und auszubilden. In Workshops, die von den Lehrern, von Künstlern und Ehrenamtlichen geleitet werden, können die Kinder z.B. Tanzen oder Fotografieren. Ergebnisse der Workshops werden in Aufführungen oder Ausstellungen vorgestellt, die ihrerseits in das monatliche Kulturprogramm integriert sind.

Gemäß unserer Kalkulation betragen die laufenden Kosten für das künstlerische Angebot der Grundschule durchschnittlich ca. 800 Euro pro Monat. Davon werden die Löhne für das künstlerische Lehrpersonal und die Bereitstellung von Unterrichtsmaterialien gedeckt. Die monatliche Aufwendung beinhaltet außerdem Nacanabos Entlohnung  für die Arbeit am Unterrichtsangebot in Höhe von 250 €.

Für die Aufrechterhaltung des Kultur- und des Unterrichtsbetriebs ist die Deckung dieser laufenden Kosten unabdingbar und bedarf dringend auch Ihrer Spende. Wir brauchen Hilfe. Auch Ihre Hilfe!

Besuchen Sie uns auf www.betterplace.org/p14952

Bitte spenden Sie für das Operndorf auf Betterplace.org!

Standard